Johann Sebastian Bach ((1685–1750))
Magnificat und Gloria in excelsis Deo
BWV 191
- Besetzung
- Solisten, fünfstimmiger Chor und Orchester
- Dauer ca.
- 90 Minuten
Johann Sebastian Bach · Festliches Chorkonzert
Lobgesang und Jubel – Magnificat BWV 243 und Gloria in excelsis Deo BWV 191
St. Johanniskirche Lüneburg · Donnerstag, 17. Dezember 2026, 20:00 Uhr
Programm
Johann Sebastian Bach ((1685–1750))
BWV 191
Werkeinführung
Kaum ein Komponist hat den musikalischen Ausdruck von Freude, Dankbarkeit und Gotteslob so eindrucksvoll gestaltet wie Johann Sebastian Bach. In seinem Magnificat und der Kantate Gloria in excelsis Deo entfaltet er eine Klangwelt von überwältigender Festlichkeit. Strahlende Trompeten, virtuose Solostimmen und prachtvolle Chöre verbinden sich mit Momenten inniger Andacht. Beide Werke erzählen auf unterschiedliche Weise von der Kraft des Glaubens und der Hoffnung, die aus ihm erwächst.
Im Mittelpunkt des Magnificat steht einer der bekanntesten Lobgesänge der Bibel. Maria antwortet auf die Verkündigung ihrer besonderen Bestimmung mit Worten, die bis heute nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben: „Meine Seele erhebt den Herrn.“ Doch ihr Gesang ist weit mehr als ein persönliches Dankgebet. Er verkündet eine Welt, in der die Mächtigen vom Thron gestürzt, die Niedrigen erhöht und die Hungrigen mit Gütern beschenkt werden.
Bach verwandelt diesen vielschichtigen Text in ein musikalisches Meisterwerk von erstaunlicher Ausdrucksvielfalt. Zwölf kurze Sätze fügen sich zu einem großen Ganzen. Auf den jubelnden Eingangschor folgen kunstvolle Arien, zarte Duette und machtvolle Chorsätze. Immer wieder gelingt es Bach, den Sinn der Worte unmittelbar hörbar zu machen.
Besonders eindrucksvoll ist der Chor „Fecit potentiam“, in dem die göttliche Macht in bewegten, ineinandergreifenden Stimmen Gestalt annimmt. Demgegenüber steht die innige Bitte um Barmherzigkeit im Duett „Et misericordia“. Am Ende kehrt die festliche Pracht des Beginns zurück: Das abschließende „Gloria Patri“ vereint Chor und Orchester zu einem überwältigenden Lobpreis.
Das Magnificat entstand 1723, zu Beginn von Bachs Leipziger Amtszeit, zunächst in Es-Dur. In den 1730er-Jahren überarbeitete er es zu der heute meist aufgeführten Fassung in D-Dur. Die Musik verbindet italienisch inspirierte Virtuosität mit der kontrapunktischen Meisterschaft des Thomaskantors.
Auch das Gloria in excelsis Deo BWV 191 steht ganz im Zeichen festlichen Gotteslobs. Sein Beginn greift den Gesang der Engel aus der Weihnachtsgeschichte auf: „Ehre sei Gott in der Höhe.“ Die dreisätzige Kantate besitzt eine besondere Stellung innerhalb von Bachs Schaffen. Ihre Musik geht auf Sätze zurück, die auch in seiner großen h-Moll-Messe enthalten sind.
Schon im Eingangschor entfaltet sich eine überwältigende Klangpracht. Trompeten und Pauken verleihen der Musik feierlichen Glanz, während der Chor mit lebendiger Bewegung und kunstvoller Mehrstimmigkeit den himmlischen Jubel zum Ausdruck bringt. Im anschließenden Duett für Sopran und Tenor nimmt die Musik einen innigeren Charakter an, bevor der Schlusschor „Sicut erat in principio“ mit festlicher Energie den Lobpreis vollendet.
Gerade in der Verbindung beider Werke zeigt sich Bachs außergewöhnliche Fähigkeit, geistliche Texte in unmittelbar berührende Musik zu verwandeln. Das persönliche Bekenntnis Marias und der universelle Lobgesang der Engel begegnen sich in einem gemeinsamen musikalischen Gedanken: Dankbarkeit und Hoffnung, Freude und Vertrauen finden ihren Ausdruck in einer Musik, deren Strahlkraft über die Jahrhunderte nichts verloren hat.
So entsteht ein Konzert voller Kontraste – zwischen jubelnder Festlichkeit und stiller Andacht, zwischen menschlicher Empfindung und himmlischem Glanz.
„Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.“ Lukas 1,49 · Lobgesang der Maria (Magnificat), Lutherbibel 1912
Mitwirkende
Spielort
Bei der St. Johanniskirche 2 · 21335 Lüneburg
Bus-Linien 5012, 5013 bis „Am Sande", 4 Minuten Fußweg
10 Min zu Fuß vom Hauptbahnhof
Parkhaus Stadtmitte - parkhaus-stadtmitte-lueneburg.de Bei der Ratsmühle 17, 21335 Lüneburg
Stellplätze direkt vor der Kirche
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Barrierefreier Zugang über den Seiteneingang Nord am Turm (linke Seite). Kontakt über den Küster.